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Der Diamant bekam seinen Namen durch seine enorme Härte (gr. Adamas = der Unbezwingbare). In Indien wird der Diamant schon seit der Antike geschätzt und als Schmuckstein benutzt. Erst mit Alexander dem Grossen kamen die ersten Rohdiamanten in den Mittelmeerraum. Ab dem 5. Jahrhundert wurden dort dann in Indien kleine Unebenheiten auspoliert, da der perfekte Oktaeder nach der Ratnapariksa, der Beurteilung von Diamanten aus dem 5.Jahrhundert, die perfekteste Form der Natur darstellt. Das Geheimnis der Schleifbarkeit des Diamanten mit sich selbst (Härteanisotropie) wurde über Jahrhunderte streng gehütet und kam erst im Mittelalter nach Europa, wo sich dann in Nürnberg 1375 die erste Zunft der Diamantschleifer nachweisen lässt. Später entstanden dann in Paris Schleifereien und Werkstätten, die die Nachfrage des europäischen Adels nach Juwelen mit dem sehr begehrten neuen Edelstein befriedigten. 1477 übergab Maximilian I. den ersten Verlobungsring mit einem geschliffenen Diamanten an Maria von Burgund. In der Renaissance wurden dann u.a. Rosenschliff und Trapez entwickelt. Bis 1729, als in Brasilien Lagerstätten gefunden wurden, kamen alle Rohdiamanten aus Indien. Ab 1866 wurden dann auch Diamanten im südlichen Afrika, später in Australien, Kanada und Sibirien entdeckt. Heute sind die bedeutensten Förderländer Kanada, Russland, Brasilien und Botswana.
Diamant besteht wie auch Graphit aus elementarem Kohlenstoff. Durch die unterschiedliche Anordnung der Kohlenstoffatome ist jedoch der Diamant sehr hart und der Graphit sehr weich.(Bleistift) Obwohl er mit Ritzhärte 10 das härteste Material ist, so ist er jedoch nicht unzerstörbar: Er ist spaltbar und somit können harte Schläge oder Stösse zu Beschädigungen oder gar zur Zerstörung führen.
Zur näheren Bestimmung und der Wertermittlung wurden die 4 C definiert:
- Carat Gewicht -Cut Schliff - Colour Farbe - Clarity Reinheit
Die 4 C wurden allerdings von vielen Diamanthändlern durch das 5. C ergänzt:
Conflict free
Dies sind Diamanten, die nicht zur Finanzierung von Bürgerkriegen dienen (Blutdiamanten), aus Konfliktgebieten stammen und unter Beachtung der Menschenrechte und ohne Kinderarbeit produziert wurden. (UN-Resulotion) Steine ohne 5. C lehnen wir grundsätzlich ab!
Carat
Die Gewichtseinheit für Diamanten ist Carat ( ct) 1ct = 0,2g
Cut
Es gibt verschiedene Schlifformen für Diamanten. Navetteförmige, Tropfen, Oval, Herz, Princess Cut etc. Bei den runden Schliffen hat sich der Brillantschliff gegen den 8-, oder 16-Kant durchgesetzt. Der um 1920 entwickelte und seitdem perfektionierte Schliff mit 32 Facetten im Oberteil und 24 Facetten im Unterteil, führt zu sehr guter Brillianz. Allerdings müssen dafür die definierten Proportionen und die Politur der Facetten, perfekt ausgeführt sein. Dies ist auch Bestandteils eines Zertifikates. Sollte bei einem Brillanten die Schliffqualität nur "mittel" oder schlechter sein, so bricht die Totalreflexion zusammen und der Stein bietet nur ein stark geminderte Brillianz.(Kafferöster etc!)
Colour
Die Farbgraduierung weisser Diamanten beginnt bei hochfeinem Weiss, welches schon fast einen bläulichen schimmer aufweist, bis zu deutlich gelb/braun getönt.
Weitere wichtige Bewertungskriterien der Farbe für ein Zertifikat sind ausserdem Floureszenz und Dispersion. Naturfarbige Diamanten werden separat graduiert, wobei sich der Preis an der Häufigkeit des Vorkommens in den Lagerstätten orientiert. Da gelbe und braune Diamanten weit häufiger Vorkommen als Blaue , Violette, Grüne oder Rote, sind diese auch weit günstiger.
Clarity
Einschlüsse kommen in Form von Wolken, Federn oder Trübungen vor, bilden Bruch-, Spalt-oder Spannungsrisse oder sind eingeschlossene Mineralien.
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