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Naturfarbene Diamanten
Mit dem Wort "Diamant" wird in der Regel der farblose, klare Edelstein verbunden, obwohl es sehr wohl sehr prominente Vertreter der naturfarbigen Diamanten gibt: Wittelsbacher (blau), Hope (dunkelblau), Tiffany (kanariengelb), Condé (rosa) oder Dresden grün. Schwach gefärbte Diamanten sind in der Natur durchaus verfügbar. Sucht man allerdings intensiver gefärbte, sog. fancy diamonds, ist dies weitaus schwieriger. Nur 1-2% der Rohdiamanten entsprechen diesem Diamanttypus. Manche Farben wie rot und grün sind noch weitaus seltener. Die häufigsten Farben sind gelb, braun und deren Mischfarben. Verursacht werden diese Farben durch Einbindung anderer Elemente in das Kristallgitter des Diamanten (u.a.Stickstoff (gelb), Bor (blau), Nickel (rosa)) oder Gitterstörungen. Diese Gitterstörungen sind durch plastische Deformation (braun) oder natürliche radioaktive Strahlung (grün) verursacht. Durch verschiedene Kombinationen aus Einbindungen anderer Elemente und Gitterstörung, entsteht ein breites Spektrum an Farben. In manchen Lagerstätten sind die farbigen Diamanten häufiger als in anderen. Berühmt für ihre pinkfabrenen und rötlichbraunen Diamanten ist die Argyle-Mine in Australien.
Farbänderungen können aber auch künstlich hervorgerufen werden. Dies geschieht mit Ƴ-Strahlung und/oder thermischer Behandlung unter grossem Druck. Solche Diamanten müssen als behandelte oder bestrahlte Diamanten deutlich gekennzeichnet werden.
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