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Perlen: Wo kämen denn die Perlen her, wenn der Himmel nicht weinte? Unbekannter Autor
Eine Perle ist ein fester Fremdkörper aus Perlmutt, der in bestimmten perlbildenden Mollusken heranwächst.
Erste geschichtliche Überlieferungen über Perlen stammen aus dem Jahre 2206v. Chr. aus dem chinesischen Raum. Im gesamten Altertum waren Perlen in Persien, Indien ebenso beliebt wie bei Griechen und Römern. Perlen galten seit je her als Symbole für Reichtum, Weisheit und Würde. In Japan stehen sie für Glück und in Indien für Kinderreichtum. Auch als Aphrodisiakum war die Perle seit alters her bekannt. Ebenso wurde sie als Heilmittel gegen Melancholie und Wahnsinn verwendet. Im Mittelalter erhielt die Perle vor allem sakralen Charakter und galt als Zeichen der Liebe zu Gott.
Entstehung: Laut Henry A. Hänni, Professor an der Universität Basel, sind für die Perlbildung nicht, wie landläufig angenommen, in die Muschel eingedrungen Sandkörner verantwortlich. Vielmehr dringen , verursacht durch Einbohrungen von Parasiten oder durch andere Verletzungen, Epithelzellen der Muschel in das Mantelgewebe ein. So bildet sich dort eine Zyste, die von der Muschel mit Kalziumcarbonat (Material der Muschelschale) ummantelt wird: die Perle. Die Farbe der Perlen ist abhängig von der Muschelart, dem Lebensraum und der Wassertemperatur. Ihre Farben reichen von weiß über gelb bis rosa und grau. Perlen vertragen weder Hitze noch Laugen und Säuren.
Definition: Als echte Perlen dürfen nur solche Perlen bezeichnet werden, die in der Natur und ohne Zutun des Menschen entstanden sind. Fast alle im Handel befindlichen Perlen sind allerdings Zuchtperlen. Die für die Perlbildung verantwortlichen Epithelzellen werden durch den Menschen in die Muschel eingebracht. Die so entstehenden perlen werden der Muschel nach einiger Zeit wieder entnommen. Zuchtperlen: Schon im 5. Jhd. Nach Christus wurden sogenannte Buddha-Perlen in Süßwassermuscheln hergestellt (Eine kleine Buddhafigur wird als Perlkern von Perlmutt ummantelt) Die erste Vollrunde Zuchtperle brachte der Japaner Mikimoto in den 1920er Jahren auf den Markt.
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